Zwei-Phasen-Modell zur Trinkwasserhygiene – aquaSpin und Legio-Kill-Oxil

Trinkwasserhygiene erfordert mehr als eine einmalige Desinfektion. Mit unserem Zwei-Phasen-Modell aus aquaSpin und Legio-Kill-Oxil bietet die ProCalor GmbH ein kombiniertes Konzept aus physikalischer Wasserbehandlung und kontrollierter kontinuierlicher Trinkwasserdesinfektion an.

Besonders in größeren Mehrfamilienhäusern, Wohnungseigentümergemeinschaften, Hotels und Gewerbeimmobilien können Kalkablagerungen, ungünstige Betriebsbedingungen und mikrobiologische Kontaminationen besondere Herausforderungen darstellen.

Eine einmalige chemische oder thermische Desinfektion kann vorhandene Legionellen reduzieren. Werden die Ursachen einer Kontamination jedoch nicht beseitigt, besteht die Gefahr einer erneuten Legionellenvermehrung.

Das Zwei-Phasen-Modell von ProCalor | LegionellenKiller.com verfolgt deshalb einen längerfristigen Ansatz: Die physikalische Wasserbehandlung mit aquaSpin wird mit einem gesondert überwachten Desinfektionskonzept auf Basis von Legio-Kill-Oxil kombiniert.

Die konkrete Ausführung erfolgt unter Berücksichtigung der technischen Eignung, des hygienischen Anlagenzustands und der trinkwasserrechtlichen Anforderungen.

Was ist das Zwei-Phasen-Modell von ProCalor?

Unser Zwei-Phasen-Modell verbindet zwei unterschiedliche Technologien in einem abgestimmten Wasserbehandlungskonzept.

Phase 1 – aquaSpin: Physikalische Wasserbehandlung

aquaSpin ist ein physikalisches Wasserbehandlungssystem des Herstellers H.Preiss International.

Das Gerät arbeitet nach Herstellerangaben mit einer speziellen Wasserführung, Verwirbelung und weiteren konstruktiven Elementen. Es soll insbesondere das Ablagerungsverhalten mineralischer Wasserbestandteile beeinflussen.

Bei der eigentlichen Behandlung werden nach Herstellerangaben weder Regeneriersalze noch chemische Aufbereitungsstoffe dosiert.

Phase 2 – Legio-Kill-Oxil: Kontinuierliche Trinkwasserdesinfektion

Legio-Kill-Oxil ist die ProCalor-Produktbezeichnung für ein hypochlorsäurebasiertes Desinfektionskonzept.

Die antimikrobielle Wirkung beruht auf Hypochlorsäure (HOCl), einer wirksamen Form des freien Chlors.

Bei geeigneter Konzentration und Einwirkzeit können Legionellen durch Hypochlorsäure inaktiviert werden.

Die Behandlung soll im vorgesehenen Anwendungskonzept durch eine geeignete Dosieranlage und die Überwachung der relevanten Wasserparameter erfolgen.

Die kontinuierliche Anwendung ist ausschließlich dort vorgesehen, wo die rechtlichen und technischen Voraussetzungen für das konkrete Verfahren nachgewiesen sind.

Beide Phasen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich als Bestandteile eines übergeordneten Betriebskonzeptes. Eine zusätzliche Wirksamkeit der Kombination gegen Legionellen wird nicht ohne entsprechende Prüfungen zugesichert.

Phase 1: aquaSpin – physikalische Wasserbehandlung

Wie funktioniert aquaSpin?

aquaSpin wird in einen geeigneten Abschnitt der Wasserinstallation eingebaut.

Nach Angaben des Herstellers wird das Wasser durch speziell gestaltete Strömungselemente geführt.

Dabei kommen unter anderem Mäanderstrukturen, Verwirbelungen und weitere konstruktive Komponenten zum Einsatz.

Der Hersteller verbindet dieses Verfahren mit einer möglichen Veränderung des Ablagerungsverhaltens von Kalk.

Wichtig ist die Unterscheidung zu einer klassischen Wasserenthärtung:

aquaSpin entfernt Calcium und Magnesium nicht gezielt aus dem Wasser. Die Wasserhärte wird durch das beschriebene Verfahren nicht im Sinne einer klassischen Ionenaustauscheranlage abgesenkt.

Welche Vorteile bietet aquaSpin?

Nach Herstellerangaben zeichnet sich aquaSpin insbesondere durch folgende Eigenschaften aus:

  • Wasserbehandlung ohne Zugabe chemischer Aufbereitungsstoffe

  • Kein Regeneriersalz erforderlich

  • Keine externe Stromversorgung für das Gerät

  • Kompakte Einbauweise

  • Geringer regelmäßiger Bedienungsaufwand

  • Einsatzmöglichkeiten in Wohn- und Gewerbeimmobilien

  • Verschiedene Ausführungen für Kalt- beziehungsweise Warmwasser

Der Hersteller beschreibt außerdem mögliche positive Auswirkungen auf das Ablagerungsverhalten von Kalk.

Ob und in welchem Umfang sich diese Wirkung innerhalb einer konkreten Trinkwasserinstallation erzielen lässt, muss anhand geeigneter Prüfungen bewertet werden.

Welche Aufgabe übernimmt aquaSpin im Zwei-Phasen-Modell?

aquaSpin ist die vorgeschaltete physikalische Wasserbehandlungskomponente.

Sie dient nicht der eigentlichen chemischen Desinfektion.

Insbesondere darf aquaSpin nicht als Ersatz für eine erforderliche Legionellenuntersuchung, Desinfektion oder technische Sanierung eingesetzt werden.

Im Zwei-Phasen-Modell wird das System deshalb als zusätzliche Wasserbehandlung betrachtet, deren tatsächlicher technischer Nutzen gesondert zu beurteilen ist.

Phase 2: Legio-Kill-Oxil – kontinuierliche Trinkwasserdesinfektion

Was ist Legio-Kill-Oxil?

Legio-Kill-Oxil bezeichnet das von ProCalor angebotene hypochlorsäurebasierte Desinfektionskonzept.

Hypochlorsäure (HOCl) gehört zu den wirksamen Formen des freien Chlors und besitzt antimikrobielle Eigenschaften.

Sie kann Bakterien durch oxidative Reaktionen inaktivieren.

Die tatsächliche Desinfektionswirkung hängt insbesondere von folgenden Faktoren ab:

  • Wirkstoffkonzentration

  • Kontakt- beziehungsweise Einwirkzeit

  • pH-Wert und Wasserbeschaffenheit

  • Organischer Belastung des Wassers

  • Temperatur

  • Hydraulischer Verteilung

  • Vorhandenen Ablagerungen und Biofilmen

Die notwendige Wirksamkeit muss für das konkrete Produkt und den jeweiligen Anwendungsfall nachgewiesen werden.

Wie funktioniert eine kontinuierliche Dosierung?

Bei einer kontinuierlichen Trinkwasserdesinfektion wird ein geeignetes Desinfektionsmittel während des laufenden Anlagenbetriebs kontrolliert zugegeben.

Dies unterscheidet sich von einer zeitlich begrenzten chemischen Anlagendesinfektion, bei der eine vorhandene Kontamination durch eine gezielte Einzelmaßnahme behandelt wird.

Ein technisch geeignetes kontinuierliches Dosierkonzept umfasst beispielsweise:

Kontrollierte Dosierung

Die Dosiertechnik wird auf den Wasserverbrauch und die zugelassenen Anwendungsbedingungen abgestimmt.

Überwachung der Desinfektionsparameter

Die relevanten Wasserparameter und Wirkstoffkonzentrationen müssen entsprechend den technischen und rechtlichen Anforderungen kontrolliert werden.

Dokumentation

Betrieb, Messwerte und notwendige Wartungsmaßnahmen werden nachvollziehbar dokumentiert.

Fachliche Begleitung

Der hygienische Zustand der Trinkwasserinstallation wird durch geeignete Untersuchungen und eine fachgerechte Bewertung kontrolliert.

Wichtig: Eine kontinuierliche Dosierung darf nur erfolgen, wenn das konkret verwendete Produkt beziehungsweise Verfahren für die vorgesehene Trinkwasseranwendung zulässig ist. Die Anwendung muss außerdem fachlich begründet sein.

Welche Vorteile bietet eine kontinuierliche Desinfektion?

Bei fachgerechter und zulässiger Anwendung kann eine kontinuierliche Trinkwasserdesinfektion dazu beitragen, die mikrobielle Belastung des Wassers während des laufenden Betriebs zu kontrollieren.

Mögliche Vorteile sind:

  • Kontinuierlich überwachbarer Behandlungsprozess

  • Kontrollierte Wirkstoffzugabe

  • Messbare Desinfektionsparameter

  • Keine zusätzliche thermische Desinfektion mit 70 °C als Bestandteil dieses chemischen Verfahrens erforderlich

  • Dokumentierbarer Anlagenbetrieb

  • Einbindung in ein längerfristiges Hygienekonzept

Eine kontinuierliche Desinfektion ist allerdings nicht automatisch eine dauerhaft notwendige oder uneingeschränkt zulässige Maßnahme.

Auch eine laufende Wirkstoffzugabe ersetzt nicht die Beseitigung technischer Ursachen einer Legionellenkontamination.

Warum aquaSpin und Legio-Kill-Oxil kombinieren?

Das Zwei-Phasen-Modell von ProCalor verfolgt den Ansatz, unterschiedliche Aufgaben der Wasserbehandlung in einem gemeinsamen Betreuungskonzept zusammenzuführen.

PhaseTechnologieAufgabe
Phase 1aquaSpinPhysikalische Wasserbehandlung und mögliche Beeinflussung des Kalkablagerungsverhaltens
Phase 2Legio-Kill-OxilHypochlorsäurebasierte Desinfektion zur Kontrolle mikrobieller Belastungen bei zulässiger Anwendung
BegleitendProCalor-BetreuungAnlagenprüfung, Überwachung, Dokumentation und erforderliche Trinkwasseruntersuchungen

Der Vorteil des Ansatzes liegt in der gemeinsamen Planung und Betreuung unterschiedlicher technischer Maßnahmen.

Eine wissenschaftlich belegte zusätzliche Wirksamkeit der Kombination gegenüber den einzeln eingesetzten Verfahren ist damit jedoch nicht automatisch nachgewiesen.

Dauerhafte Trinkwasserhygiene statt einmaliger Maßnahme

Bei Legionellenbefall steht häufig zunächst die kurzfristige Beseitigung einer vorhandenen Kontamination im Vordergrund.

Langfristig entscheidend ist jedoch, dass die Trinkwasserinstallation hygienisch sicher betrieben wird.

Hierzu gehören insbesondere:

  • Einhaltung ausreichender Warmwassertemperaturen

  • Hygienisch geeignete Kaltwassertemperaturen

  • Ordnungsgemäße Warmwasserzirkulation

  • Vermeidung von Stagnation

  • Rückbau nicht benötigter Leitungsabschnitte

  • Regelmäßige Inspektion und Wartung

  • Gesetzlich vorgeschriebene Legionellenuntersuchungen

  • Überprüfung und Dokumentation des Anlagenbetriebs

Das Zwei-Phasen-Modell soll diese grundlegenden Betreibermaßnahmen nicht ersetzen, sondern bei nachgewiesener Eignung ergänzen.

Dauerhafte Trinkwasserhygiene bedeutet kontinuierliche Verantwortung und fachgerechten Betrieb – nicht die Garantie einer dauerhaft legionellenfreien Anlage durch den Einsatz eines einzelnen Produkts.

Für welche Gebäude kommt das Zwei-Phasen-Modell infrage?

Die technische Prüfung eines kombinierten Wasserbehandlungskonzeptes kann insbesondere bei folgenden Objekten interessant sein:

Mehrfamilienhäuser und Wohnungseigentümergemeinschaften

Größere Trinkwasserinstallationen besitzen häufig mehrere Steigleitungen, zentrale Warmwasserbereiter und umfangreiche Zirkulationssysteme.

Ein abgestimmtes Betriebs- und Hygienekonzept kann zur strukturierten Überwachung beitragen.

Hotels und Beherbergungsbetriebe

Unterschiedliche Belegungszahlen und schwankende Wasserentnahmen stellen besondere Anforderungen an den hygienischen Anlagenbetrieb.

Pflegeeinrichtungen

In Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen sind erhöhte Anforderungen an die Trinkwasserhygiene zu beachten. Zusätzliche Wasserbehandlungsmaßnahmen müssen mit dem jeweiligen Hygienekonzept vereinbar sein.

Gewerbeimmobilien

Bei größeren Büro- und Gewerbegebäuden können komplexe Leitungsnetze und wechselnde Nutzungsbedingungen eine intensive Betreuung der Trinkwasserinstallation erforderlich machen.

Öffentliche Gebäude

Schulen, Sportstätten und andere öffentliche Einrichtungen können ebenfalls von einer strukturierten Anlagenüberwachung profitieren.

Ob das Zwei-Phasen-Modell für ein bestimmtes Gebäude technisch geeignet ist, muss jeweils individuell untersucht werden.

Was unterscheidet das Zwei-Phasen-Modell von einer einmaligen Legionellendesinfektion?

Eine einmalige Desinfektion und ein längerfristiges Wasserbehandlungskonzept sind unterschiedliche Ansätze.

KriteriumEinmalige AnlagendesinfektionZwei-Phasen-Modell
ZielBehandlung einer bestehenden KontaminationKombination aus Wasserbehandlung und geplantem laufendem Hygienemanagement
Physikalische BehandlungNicht zwingend BestandteilaquaSpin als vorgesehene Komponente
Chemische BehandlungZeitlich begrenzte MaßnahmeKontinuierliche Legio-Kill-Oxil-Dosierung nur bei nachgewiesener Zulässigkeit
ÜberwachungWährend der Maßnahme und bei ErfolgskontrollenLaufende Überwachung des Dosierbetriebs sowie erforderliche Untersuchungen
Technische UrsachenbeseitigungZusätzlich erforderlichEbenfalls zusätzlich erforderlich
Rechtliche VoraussetzungenVerfahrens- und anlagenabhängigGesondert für beide Komponenten und die Daueranwendung zu prüfen

Das Ziel ist, für jede Immobilie ein geeignetes Konzept zu erarbeiten, statt eine standardisierte Maßnahme ungeprüft auf sämtliche Anlagen zu übertragen.

Welche gesetzlichen Anforderungen gelten?

Der Betrieb von Trinkwasserinstallationen und die Verwendung von Aufbereitungsstoffen und Desinfektionsverfahren sind gesetzlich geregelt.

Besonders relevant sind:

§§ 18 bis 20 Trinkwasserverordnung

Diese Vorschriften regeln die Anforderungen an Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren.

Das Umweltbundesamt führt nach § 20 TrinkwV die Liste zulässiger Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren.

§ 51 Trinkwasserverordnung

Wird der technische Maßnahmenwert für Legionella spec. erreicht, muss der Betreiber die gesetzlichen Handlungspflichten erfüllen.

Dazu gehören insbesondere die Ursachenklärung, eine schriftliche Risikoabschätzung und die erforderlichen Gesundheitsschutzmaßnahmen.

DVGW W 551-2

Das Arbeitsblatt behandelt hygienisch-mikrobielle Auffälligkeiten sowie Maßnahmen zur Wiederherstellung der Trinkwasserhygiene. Auch die kontinuierliche Trinkwasserdesinfektion wird in diesem technischen Zusammenhang behandelt.

DVGW W 551-3

Dieses Arbeitsblatt behandelt die Reinigung und Desinfektion von Trinkwasserinstallationen beziehungsweise Teilen davon.

Eine kontinuierliche chemische Desinfektion kann nicht allein aufgrund allgemeiner Produktwerbung durchgeführt werden.

Vor ihrem Einsatz müssen insbesondere die Zulässigkeit, die erforderliche Produktreinheit, der Verwendungszweck, die Dosierung sowie die Überwachung und mögliche Reaktionsprodukte geprüft werden.

Das ProCalor Zwei-Phasen-Modell – unser Leistungsangebot

Die ProCalor GmbH | LegionellenKiller.com bietet Eigentümern und Hausverwaltungen die Möglichkeit, ein kombiniertes Wasserbehandlungskonzept aus aquaSpin und Legio-Kill-Oxil prüfen und projektbezogen planen zu lassen.

Unser Leistungsangebot umfasst je nach Auftrag:

  • Analyse der vorhandenen Trinkwasserinstallation

  • Auswertung bestehender Legionellenuntersuchungen

  • Bewertung der hygienischen Betriebsbedingungen

  • Prüfung des Einsatzes von aquaSpin

  • Prüfung des Einsatzes von Legio-Kill-Oxil

  • Konzeption einer geeigneten kontinuierlichen Dosierung

  • Abstimmung der notwendigen Messtechnik und Überwachung

  • Koordination technischer Fachunternehmen

  • Organisation erforderlicher Trinkwasseruntersuchungen

  • Dokumentation und laufende Betreuung nach Vereinbarung

Die tatsächliche Umsetzung der kontinuierlichen Dosierung setzt voraus, dass die für das konkrete Produkt und die vorgesehene Anwendung erforderlichen Nachweise und Genehmigungsvoraussetzungen vorliegen.

Zwei-Phasen-Modell für Ihre Immobilie anfragen

Sie möchten ein längerfristiges Trinkwasserhygienekonzept für Ihr Mehrfamilienhaus, Ihre Wohnungseigentümergemeinschaft oder Ihre Gewerbeimmobilie entwickeln lassen?

ProCalor unterstützt Sie bei der Prüfung, ob eine Kombination aus aquaSpin und Legio-Kill-Oxil für Ihre Trinkwasserinstallation geeignet ist.

Wir berücksichtigen dabei die technischen Betriebsbedingungen, bestehende Legionellenbefunde und die rechtlichen Anforderungen.

Jetzt unverbindlich das Zwei-Phasen-Modell von ProCalor anfragen.


Häufig gestellte Fragen zum Zwei-Phasen-Modell

Was ist das Zwei-Phasen-Modell von ProCalor?

Es handelt sich um ein kombiniertes Konzept aus physikalischer Wasserbehandlung mit aquaSpin und einer gesondert geprüften kontinuierlichen Desinfektion mit Legio-Kill-Oxil.

Was übernimmt aquaSpin?

aquaSpin ist die physikalische Komponente des Konzeptes. Nach Herstellerangaben soll es unter anderem das Ablagerungsverhalten von Kalk beeinflussen. Eine eigenständige Legionellen-Desinfektionswirkung ist dadurch nicht belegt.

Was übernimmt Legio-Kill-Oxil?

Legio-Kill-Oxil bezeichnet das hypochlorsäurebasierte Desinfektionskonzept von ProCalor. Hypochlorsäure kann Legionellen unter geeigneten Bedingungen inaktivieren. Die konkrete Anwendung muss wirksam, technisch geeignet und rechtlich zulässig sein.

Ist Legio-Kill-Oxil chlorfrei?

Nein. Hypochlorsäure ist eine chemische Form des freien Chlors.

Wird Legio-Kill-Oxil dauerhaft dosiert?

Das ProCalor-Konzept sieht eine kontinuierliche Dosierung als mögliche Anwendungsform vor. Sie wird jedoch nur umgesetzt, sofern das konkrete Produkt und Verfahren hierfür zulässig und fachlich geeignet sind.

Beseitigt die Kombination Legionellen dauerhaft?

Eine dauerhaft vollständige Legionellenfreiheit kann nicht garantiert werden. Entscheidend bleiben ein hygienisch geeigneter Anlagenbetrieb, die Beseitigung technischer Mängel und die erforderlichen Kontrollen.

Ist das Zwei-Phasen-Modell umweltfreundlicher als eine klassische Chlorbehandlung?

aquaSpin benötigt nach Herstellerangaben keine chemische Dosierung und keine externe Stromversorgung. Für die Bewertung der Gesamtumweltwirkungen des kombinierten Systems sind jedoch auch das Desinfektionsmittel, dessen Dosierung und mögliche Reaktionsprodukte zu berücksichtigen. Eine pauschale ökologische Überlegenheit ist ohne vergleichbare Nachweise nicht belegt.

Ersetzt das System die vorgeschriebenen Legionellenprüfungen?

Nein. Gesetzliche Untersuchungspflichten bestehen unabhängig von der eingesetzten Wasserbehandlung.

Was kostet das Zwei-Phasen-Modell?

Die Kosten hängen von der Gebäudegröße, der Rohrleitungsanlage, der erforderlichen Dosier- und Überwachungstechnik sowie dem vereinbarten Betreuungsumfang ab. ProCalor erstellt ein individuelles Angebot.


Fachliche Grundlagen

  • Trinkwasserverordnung, insbesondere §§ 18–20 und § 51

  • DVGW W 551-2 – Hygienisch-mikrobielle Auffälligkeiten

  • DVGW W 551-3 – Reinigung und Desinfektion

  • Herstellerinformationen H.Preiss International zu aquaSpin

  • Produktinformationen zum hypochlorsäurebasierten Ausgangsprodukt

  • Umweltbundesamt – Liste zulässiger Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren

Weiterführende Quellen

https://hpreiss.de/aquaspin/

https://www.dvgw.de/themen/wasser/wasserqualitaet/vermeidung-von-legionellen-im-trinkwasser

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/trinkwasser/rechtliche-grundlagen-empfehlungen-regelwerk/aufbereitungsstoffe-desinfektionsverfahren-ss-20

https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2023/