aquaSpin Wasserbehandlung – physikalische Wasseroptimierung und Kalkschutz ohne Chemikalien
Kalkablagerungen in Rohrleitungen, Warmwasserbereitern und technischen Anlagen können für Eigentümer und Betreiber von Immobilien ein dauerhaftes Problem darstellen. Besonders in Regionen mit hartem Trinkwasser entstehen häufig Ablagerungen an Armaturen, Wärmetauschern und wasserführenden Bauteilen.
Neben klassischen Wasserenthärtungsanlagen werden zunehmend physikalische Wasserbehandlungssysteme angeboten, die ohne Regeneriersalz und ohne die kontinuierliche Zugabe chemischer Aufbereitungsstoffe arbeiten.
Ein solches System ist aquaSpin von H.Preiss International.
Die Technologie arbeitet mit einer besonderen Wasserführung und soll nach Herstellerangaben das Ablagerungsverhalten von Mineralien beeinflussen.
Die ProCalor GmbH informiert Eigentümer, Hausverwaltungen und Gebäudebetreiber über die Einsatzmöglichkeiten physikalischer Wasserbehandlung, deren technische Voraussetzungen und die Abgrenzung zu klassischen Wasserenthärtungs- und Desinfektionsverfahren.
Was ist aquaSpin?
aquaSpin ist ein physikalisches Wasserbehandlungssystem des Herstellers H.Preiss International.
Die Geräte werden in Wasserleitungen eingebaut und arbeiten nach Herstellerangaben mit einer speziellen Kombination aus Wasserverwirbelung und konstruktiven Elementen im Geräteinneren.
Zu den beschriebenen Komponenten gehören unter anderem:
Spezielle Mäander-Wasserführung
Strömungs- und Wirbelelemente
Magnetische Komponenten
Kupferspiralen
Weitere herstellerspezifische Bauteile
Ziel der Technologie ist nach Herstellerangaben, die Eigenschaften des durchströmenden Wassers beziehungsweise das Verhalten bestimmter mineralischer Bestandteile zu beeinflussen.
Im Unterschied zu einer klassischen Ionenaustauscher-Enthärtungsanlage sollen dem Wasser dabei keine Härtebildner entzogen werden.
Wichtig: aquaSpin ist keine Wasserenthärtungsanlage im klassischen Sinne. Eine Absenkung der Wasserhärte ist durch das beschriebene Wirkprinzip nicht zu erwarten.
Wie funktioniert die aquaSpin Wasserbehandlung?
Nach der technischen Beschreibung von H.Preiss wird das Wasser durch speziell angeordnete Strömungselemente geführt.
Dabei entstehen Verwirbelungen und veränderte Strömungsverhältnisse.
Der Hersteller beschreibt zusätzlich Wechselwirkungen mit magnetischen und weiteren konstruktiven Komponenten.
Mit diesen Wirkprinzipien verbindet der Anbieter das Ziel, die Ablagerungstendenz von Kalk und anderen Mineralstoffen zu verändern.
Ob und in welchem Umfang sich damit Kalkablagerungen in einer konkreten Trinkwasserinstallation tatsächlich reduzieren lassen, muss durch geeignete Prüfungen und belastbare Nachweise beurteilt werden.
Die vom Hersteller zusätzlich verwendeten Begriffe „Wasserenergetisierung“, „Vitalisierung“ oder „Wasserbelebung“ sind keine etablierten technischen Messgrößen der Trinkwasserhygiene.
Für eine fachlich nachvollziehbare Bewertung sind deshalb messbare Kriterien wie Ablagerungsmenge, Wasserhärte, Durchfluss und technische Anlagenbedingungen entscheidend.
Kalkschutz ohne Salz – welche Vorteile kann eine physikalische Wasserbehandlung bieten?
Bei einer physikalischen Wasserbehandlung werden im Gegensatz zur klassischen Ionenaustauscher-Enthärtung keine Calcium- und Magnesiumionen aus dem Trinkwasser entfernt.
Geeignete und entsprechend geprüfte Kalkschutzverfahren können darauf abzielen, die Bildung fester Kalkablagerungen an technischen Oberflächen zu verringern.
Mögliche Vorteile sind:
Keine Regeneriersalze erforderlich
Für die beschriebene aquaSpin-Technologie werden nach Herstellerangaben keine Regeneriersalze benötigt.
Damit entfällt die regelmäßige Salzbevorratung, die bei klassischen Ionenaustauscheranlagen notwendig ist.
Keine chemische Dosierung im laufenden Betrieb
Das aquaSpin-Gerät selbst arbeitet laut Hersteller ohne die Zugabe chemischer Desinfektions- oder Aufbereitungsstoffe.
Keine externe Stromversorgung
Nach Herstellerangaben benötigt aquaSpin für die eigentliche Wasserbehandlung keine externe elektrische Versorgung.
Erhalt der Wasserhärte
Da keine klassische Enthärtung durch Ionenaustausch erfolgt, werden Calcium und Magnesium nicht gezielt aus dem Trinkwasser entfernt.
Kompakte Bauweise
Die Geräte sind für den Einbau in geeignete Rohrleitungsabschnitte vorgesehen.
Geringer laufender Bedienungsaufwand
Der Hersteller beschreibt das System als wartungsfrei. Unabhängig davon sind die allgemeinen Anforderungen an den hygienisch sicheren Betrieb der Trinkwasserinstallation zu beachten.
Die tatsächliche Wirksamkeit hinsichtlich der Reduzierung von Kalkablagerungen ist jedoch produktspezifisch zu bewerten.
aquaSpin Edelstahl – Wasserbehandlung für Warmwasseranlagen
Für größere Trinkwasserinstallationen bietet H.Preiss eine Edelstahlausführung an.
Nach Herstellerangaben eignet sich diese sowohl für Kaltwasser- als auch für Warmwasserleitungen.
Das System wird unter anderem für folgende Gebäudearten angeboten:
Mehrfamilienhäuser
Wohnungseigentümergemeinschaften
Hotels
Gewerbeimmobilien
Produktionsbetriebe
Industrieanlagen
Landwirtschaftliche Betriebe
Die Edelstahlausführung ist nach Herstellerangaben für höhere Betriebstemperaturen geeignet.
Vor einer Installation müssen insbesondere die zulässigen Temperaturen, Druckverhältnisse, Anschlussgrößen und die hygienischen Anforderungen an die verwendeten Materialien geprüft werden.
aquaSpin PVC – physikalische Wasserbehandlung für Kaltwasser
Die PVC-Ausführung wird von H.Preiss insbesondere für Kaltwasserinstallationen angeboten.
Sie soll sich nach Herstellerangaben für kleinere und größere Gebäude eignen.
Typische Einsatzbereiche sind:
Einfamilienhäuser
Mehrfamilienhäuser
Wohnanlagen
Bürogebäude
Gastronomiebetriebe
Gewerbliche Kaltwasserversorgung
Die PVC-Ausführung darf nur innerhalb der vom Hersteller zugelassenen Temperatur- und Druckbereiche eingesetzt werden.
Für Warmwasserleitungen ist die ausdrücklich dafür vorgesehene Ausführung zu wählen.
aquaSpin oder klassische Wasserenthärtung – wo liegen die Unterschiede?
Eine physikalische Wasserbehandlung und eine Wasserenthärtung mit Ionenaustauscher verfolgen unterschiedliche technische Konzepte.
| Kriterium | aquaSpin | Klassische Ionenaustauscher-Enthärtung |
|---|---|---|
| Verfahren | Physikalische Wasserführung | Ionenaustausch |
| Calcium und Magnesium | Bleiben grundsätzlich im Wasser | Werden teilweise durch andere Ionen ersetzt |
| Messbare Wasserhärte | Keine gezielte Absenkung | Wird abgesenkt |
| Regeneriersalz | Laut Hersteller nicht erforderlich | Regelmäßig erforderlich |
| Elektrische Versorgung | Laut Hersteller nicht erforderlich | Anlagenabhängig |
| Kalkschutzwirkung | Produktspezifischer Nachweis erforderlich | Beruht auf messbarer Härtereduzierung |
| Wartungsaufwand | Laut Hersteller gering | Regelmäßige Betreuung erforderlich |
Welche Lösung für eine Immobilie geeignet ist, hängt unter anderem von der Trinkwasserhärte, der Anlagenart und dem gewünschten technischen Ergebnis ab.
Welche Rolle spielt Kalk in Trinkwasserinstallationen?
Trinkwasser enthält natürlicherweise Mineralstoffe, darunter Calcium und Magnesium.
Die Konzentration dieser Härtebildner bestimmt wesentlich die Wasserhärte.
Bei der Erwärmung des Wassers kann Calciumcarbonat ausfallen und sich auf technischen Oberflächen ablagern.
Betroffen sein können beispielsweise:
Warmwasserspeicher
Wärmetauscher
Heizflächen von Trinkwassererwärmern
Armaturen
Rohrleitungen
Weitere wasserführende Geräte
Je nach Umfang können Kalkablagerungen die Wärmeübertragung beeinträchtigen und den Wartungsaufwand erhöhen.
Bei hartem Trinkwasser kann deshalb die Prüfung geeigneter Kalkschutz- oder Enthärtungsverfahren sinnvoll sein.
Kann aquaSpin Legionellen beseitigen?
aquaSpin darf nicht mit einem nachgewiesen wirksamen Desinfektionsverfahren gegen Legionellen gleichgesetzt werden.
Die Herstellerbeschreibung des aquaSpin-Systems konzentriert sich vor allem auf Wasserverwirbelung, Wasseroptimierung und die mögliche Beeinflussung von Kalkablagerungen.
Ein ausreichender unabhängiger Nachweis, dass aquaSpin allein eine bestehende systemische Legionellenkontamination zuverlässig beseitigt, liegt uns nicht vor.
Bei einem Legionellenbefall müssen vielmehr die gesetzlichen Anforderungen der Trinkwasserverordnung beachtet werden.
Hierzu gehören insbesondere die Ursachenklärung, erforderliche Schutzmaßnahmen und eine geeignete Erfolgskontrolle.
Die fachgerechte Legionellenbekämpfung kann Maßnahmen wie die Korrektur der Warmwassertemperaturen, die Optimierung der Zirkulation, die Beseitigung von Stagnationsbereichen sowie geeignete Desinfektionsverfahren umfassen.
Ein physikalisches Wasserbehandlungssystem ersetzt weder die vorgeschriebenen Legionellenuntersuchungen noch notwendige Sanierungs- oder Desinfektionsmaßnahmen.
Kann aquaSpin die Biofilmbildung in Wasserleitungen verhindern?
Biofilme bestehen aus mikrobiellen Gemeinschaften, die sich auf wasserberührten Oberflächen ansiedeln können.
Ihre Bildung hängt unter anderem von der Wasserbeschaffenheit, den Betriebsbedingungen, dem Nährstoffangebot und der Beschaffenheit der Oberflächen ab.
Eine mögliche Verringerung von Kalkablagerungen bedeutet nicht automatisch, dass auch die Bildung mikrobieller Biofilme wirksam verhindert wird.
Für die Behauptung einer zuverlässigen Biofilmvermeidung oder Biofilmentfernung durch aquaSpin allein sind gesonderte mikrobiologische Nachweise erforderlich.
Unabhängig vom Einsatz eines Wasserbehandlungssystems muss die Trinkwasserinstallation bestimmungsgemäß betrieben werden.
Welche Anforderungen gelten beim Einbau in Trinkwasserinstallationen?
Beim Einbau zusätzlicher Geräte in eine Trinkwasserinstallation müssen die Anforderungen der Trinkwasserverordnung und der allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden.
Besonders relevant sind:
Hygienisch geeignete Materialien
Die verwendeten Materialien müssen für den Kontakt mit Trinkwasser geeignet sein und die geltenden Anforderungen erfüllen.
Geeignete Anschluss- und Betriebsbedingungen
Die Installation muss auf den vorhandenen Wasserdruck, die Temperatur und die hydraulischen Bedingungen abgestimmt werden.
Keine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität
Durch den Betrieb dürfen keine hygienisch oder chemisch unzulässigen Veränderungen der Trinkwasserqualität entstehen.
Fachgerechter Einbau
Die Installation muss unter Berücksichtigung der einschlägigen technischen Vorschriften erfolgen.
Nachgewiesene technische Wirksamkeit
Werden konkrete Wirkungen wie Kalkschutz zugesichert, sollten hierfür geeignete Prüfberichte vorliegen.
Für Kalkschutzgeräte sind insbesondere die einschlägigen technischen Anforderungen und Prüfverfahren des DVGW zu beachten.
Wann ist eine physikalische Wasserbehandlung sinnvoll?
Eine Prüfung kann insbesondere bei Gebäuden interessant sein, in denen hohe Wasserhärten und wiederkehrende Kalkablagerungen technische Probleme verursachen.
Dazu zählen beispielsweise Mehrfamilienhäuser mit zentraler Warmwasserversorgung, Gewerbeimmobilien und größere technische Anlagen.
Vor einer Entscheidung sollten zunächst die tatsächliche Wasserhärte, die vorhandenen Ablagerungen und die technischen Rahmenbedingungen untersucht werden.
Anschließend kann geprüft werden, welche Art der Wasserbehandlung den gewünschten Effekt nachweislich erreichen kann.
Nicht jede Trinkwasserinstallation benötigt eine zusätzliche Wasserbehandlung.
aquaSpin Wasserbehandlung – Beratung durch ProCalor
Die ProCalor GmbH unterstützt Eigentümer, Hausverwaltungen und Wohnungseigentümergemeinschaften bei der fachlichen Einordnung verschiedener Wasserbehandlungsverfahren.
Hierzu gehört auch die Prüfung, ob ein System wie aquaSpin unter Berücksichtigung der vorhandenen Trinkwasserinstallation infrage kommt.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere:
Bewertung der vorhandenen Trinkwasserinstallation
Einordnung der Wasserhärte und möglicher Kalkprobleme
Erläuterung der Funktionsweise physikalischer Wasserbehandlung
Vergleich mit klassischen Enthärtungsverfahren
Prüfung der technischen Einsatzvoraussetzungen
Berücksichtigung der Anforderungen an Trinkwassermaterialien
Beratung zu ergänzenden Maßnahmen der Trinkwasserhygiene
Eine konkrete Kalkschutzwirkung, eine Legionellenreduktion oder andere besondere Produkteigenschaften werden nur zugesichert, soweit hierfür geeignete Nachweise vorliegen.
aquaSpin für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe – jetzt beraten lassen
Sie möchten Kalkablagerungen in Ihrer Trinkwasserinstallation reduzieren oder interessieren sich für eine Wasserbehandlung ohne Regeneriersalz?
Die ProCalor GmbH unterstützt Sie bei der technischen Einordnung verschiedener Wasserbehandlungssysteme und der Prüfung geeigneter Lösungen für Ihre Immobilie.
Jetzt Beratung zur physikalischen Wasserbehandlung anfragen.
Häufig gestellte Fragen zu aquaSpin
Was ist aquaSpin?
aquaSpin ist ein physikalisches Wasserbehandlungssystem von H.Preiss International, das nach Herstellerangaben mit spezieller Wasserführung und weiteren konstruktiven Komponenten arbeitet.
Entfernt aquaSpin Kalk aus dem Wasser?
Nein. aquaSpin ist keine klassische Enthärtungsanlage und entfernt Calcium und Magnesium nicht gezielt aus dem Trinkwasser. Der Hersteller beschreibt vielmehr eine mögliche Beeinflussung des Ablagerungsverhaltens.
Ist aquaSpin ohne Chemikalien?
Nach Herstellerangaben werden bei der eigentlichen aquaSpin-Wasserbehandlung keine chemischen Aufbereitungsstoffe dosiert.
Braucht aquaSpin Strom?
Der Hersteller beschreibt das Gerät als ohne externe elektrische Versorgung arbeitend.
Funktioniert aquaSpin auch bei Warmwasser?
H.Preiss bietet hierfür eine Edelstahlausführung an. Die PVC-Ausführung ist für Kaltwasser vorgesehen.
Hilft aquaSpin gegen Legionellen?
Eine zuverlässige Beseitigung von Legionellen durch aquaSpin allein ist anhand der geprüften Informationen nicht ausreichend belegt. Bei Legionellenbefall sind die einschlägigen Anforderungen der Trinkwasserverordnung einzuhalten.
Kann aquaSpin eine chemische Desinfektion ersetzen?
Nein. Für eine solche Gleichstellung fehlen belastbare Nachweise. Eine erforderliche Desinfektion oder technische Sanierung darf nicht durch ein ungeprüftes physikalisches Verfahren ersetzt werden.
Ist aquaSpin wartungsfrei?
Der Hersteller bezeichnet die Geräte als wartungsfrei. Die allgemeinen Inspektions-, Wartungs- und Betreiberpflichten der Trinkwasserinstallation bleiben davon unberührt.
Ist aquaSpin besser als eine Wasserenthärtungsanlage?
Das hängt vom gewünschten Ergebnis ab. Soll die Wasserhärte tatsächlich gesenkt werden, arbeitet eine Ionenaustauscheranlage nach einem anderen, messbaren Prinzip. Soll die Kalkablagerung ohne Enthärtung verringert werden, ist die nachgewiesene Wirksamkeit des jeweiligen Kalkschutzgeräts entscheidend.
Kann ProCalor zu aquaSpin beraten?
Ja. ProCalor informiert über die Funktionsweise, mögliche Einsatzbereiche und technischen Grenzen der physikalischen Wasserbehandlung und unterstützt bei der Einordnung geeigneter Lösungen.
Fachliche Grundlagen und Quellen
Herstellerinformationen H.Preiss International
DVGW – Wasserbehandlung in der Trinkwasserinstallation
https://www.dvgw.de/medien/dvgw/leistungen/publikationen/twin07-1309.pdf
DVGW W 510 – Kalkschutzgeräte in Trinkwasserinstallationen
Anforderungen und Prüfungen zur Verminderung der Steinbildung.
DVGW – Vermeidung von Legionellen im Trinkwasser
https://www.dvgw.de/themen/wasser/wasserqualitaet/vermeidung-von-legionellen-im-trinkwasser
Trinkwasserverordnung
https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2023/
Die beschriebenen Produkteigenschaften von aquaSpin beruhen, soweit nicht anders gekennzeichnet, auf Herstellerinformationen. Der Nachweis einer spezifischen Wirksamkeit und der technischen Einsetzbarkeit muss für die jeweilige Anlage gesondert erbracht werden.
